I Got Spiked

Spiked

K.O.-Tropfen sind unsichtbar – und genau das macht sie so gefährlich. Geruchlos, geschmacklos und statistisch kaum erfasst, bleiben sie für viele ein abstraktes Risiko. Für Betroffene hingegen bedeuten sie Kontrollverlust, Erinnerungslücken und oft Sprachlosigkeit. Wie macht man ein solches Thema sichtbar?

Campaign

Zum ersten bundesweiten K.O.-Tropfen-Awareness-Tag am 23. März 2026 entwickelte KO – Kein Opfer e.V. gemeinsam mit KNSK und Stunning Studio die Kampagne #IGotSpiked. Im Zentrum steht eine interaktive Experience, die das Thema nicht erklärt, sondern erlebbar macht.

Auf igotspiked.com begleitet das Publikum Lisa und ihre Freundin auf eine Party. Über eine entscheidungsbasierte Dramaturgie bestimmen die Nutzer:innen selbst, wie der Abend verläuft – und erleben, wie schnell eine scheinbar harmlose Situation kippen kann. Die interaktive Struktur basiert auf Choiz.io und übersetzt lineares Storytelling in ein aktives, partizipatives Erlebnis. Am Ende des Films stehen reale Stimmen von Betroffenen, die der Erfahrung zusätzliche Tiefe geben.

Zum Launch wurde die Experience als Live-Event auf Twitch inszeniert. Gemeinsam mit Streamer:innen wie freiraumreh, Pandorya und Mienah steuerte die Community den Verlauf der Geschichte in Echtzeit über den Chat. So wurde aus einer individuellen Nutzungssituation ein kollektives Erlebnis – und aus einem Tabuthema ein öffentlich geführtes Gespräch.

Flankiert wurde der Launch durch eine Social-first Kampagne auf Instagram und TikTok. Unter dem Hashtag #IGotSpiked teilten Creator:innen die Experience, machten auf den Awareness-Tag aufmerksam und regten zur Auseinandersetzung mit dem Thema an.

Gleichzeitig verweist die Kampagne auf eine begleitende Studie der TU Chemnitz, die erstmals valide Zahlen zum Einsatz von K.O.-Tropfen im deutschsprachigen Raum erheben soll. Damit verbindet die Kampagne emotionale Erfahrung mit faktenbasierter Aufklärung.

Das Ergebnis: Eine digitale Experience, die ein schwer greifbares Thema verständlich macht – und zeigt, wie aus passivem Konsum aktive Beteiligung werden kann.

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